Presseanalyse nach den ersten Aufführungen
Geschrieben von Ingo Deutinger am 24.03.2015 09:47
Eine fetzige Hüttengaudi begeistert das Publikum im Vilstal
Run auf die letzten Tickets hat begonnen – Nur noch drei Mal öffnet sich der Vorhang
Vilsheim. Seit nun 66 Jahren ist in der Fastenzeit traditionell Theaterzeit im Vilstal. Doch das Theaterensemble bietet ihrem Publikum keine Magerkost – so die einhellige Meinung der kritischen Zuschauer nach dem ersten Aufführungswochenende. Besonders in puncto Bühnengestaltung und schauspielerischer Präzision überzeugten die Laienspieler des Trachtenvereins Vilsheim. Präsentiert wurde das Stück „Alpenglühn und Männertreu“ - das vom Komödienstadel 2014 uraufgeführt wurde und von der Erfolgsautorin Cornelia Willinger stammt.
Das Stück, das auch ohne die üblichen Bauerntheater-Klischees auskommt, ist mit einer Vielzahl wortwitzig-komischen Situationen gespickt, das die Bühnenkünstler aus dem Vilstal wie aus einem Guss gespielt haben. Es bereitet den Zuschauern sichtlich Freude das Ensemble um Spielleiter Ingo Deutinger in der "Story über das Leben und die Zeit danach" agieren zu sehen.
In der unterhaltsamen Geschichte spielte der mit großer Leidenschaft spielende Siegfried Deutinger als Holdenrieder Luggi die Hauptrolle. Deutinger verkörperte mit Leib und Seele einen Frauenschwarm, der es mit der Treue nicht ganz so genau nimmt. Insbesondere das Zusammenspiel mit Patrick Hartmann, der seinen Rivalen mimt und der lebensfrohen Tochter des Hauses Rita, facettenreich verkörpert durch Rita Hartmann war überzeugend und erfrischend anzusehen. Trachtlervorstand Johann Voitenleitner fühlte sich in seiner Rolle als Bergpfarrer sichtlich wohl und harmonierte mit der treuen Köchin Martha – ausdrucksstark verkörpert durch Heidi Unterreithmayr – und dem Bergsteigerehepaar Sagerer, herrlich bissig interpretiert durch Marianne Seethaler und Mike Brandlmeier. Auch Angelika Bise alias Lehrerin Brigitte Wimmer und Hermann Unterreithmayr als Schafmeister Matthias Gößling verdienen Lob und Anerkennung für eine gelungene schauspielerische Leistung.
Die gesamte Theatertruppe mitsamt den „Musikalischen Hausgeistern“ Michael und Matthias Gröschl verdient großes Lob. Die musikalischen Trenner wurden exklusiv für diese Inszenierung von Michael Gröschl eigens getextet und komponiert.
Viele Karten sind für die letzten drei Aufführungen am kommenden Freitag, Samstag und Palmsonntag bereits – Spielbeginn jeweils 19:30 Uhr - vorreserviert. Dennoch sind, vor allem am Sonntag, noch gute Plätze an der Abendkasse ab 18:00 Uhr zu erwerben. Alle Zuschauer werden gebeten, möglichst früh im Stadlersaal zu erscheinen. Die Bewirtung erfolgt nur vor der Aufführung und während den Pausen.