Pressebericht "Graf Schorsch" 2007
Geschrieben von Ingo Deutinger am 12.03.2007 09:09
Dabei kommt es zum Disput mit der resoluten Blumenfrau Walburga Graf (Angelika Bise), welche sich in ihrem Geschäftsstolz zutiefst verletzt fühlt, wenn ihre großartigen „Zentifolia“ als schlichte Bauernrosen abqualifiziert werden. Auch sonst ist allerhand los an ihrem Marktstand: Die Metzgerstochter Rosl (Marianne Seethaler) bringt die Brotzeit und lässt dabei anklingen, dass sie den Sohn Schorschi (Hermann Unterreithmayr) für einen echten Kavalier hält. Da hat allerdings der rauhbeinige Schenkkellner Lenz (Daniel Brandlmeier) etwas dagegen und holt sie recht abrupt an seine breite Brust zurück. Beim inzwischen aufgetauchten Schorschi sorgt zuerst ein geschäftsschädigend abgestelltes Fahrrad und sogleich auch dessen Lenkerin für eine gewisse Erregung. Bei der ebenso reizenden, wie g’schnappigen jungen Dame handelt es sich um die Schrumm-Bertl, welche sich mit ihrer Freundin Anni (Franziska Seethaler) zum gemeinsamen Kleiderkauf verabredet hat. Dann trifft sich auch noch Vater Schrumm mit dem Auskunfteimann Meier (Michael Gröschl), weil er dem „gräflichen Besuch“ nicht recht traut. Der bedächtige Straßenkehrer Kribler (Alois Höldl), sieht und hört allem interessiert zu, kauft sich dann lieber ein Quarterl, als er sich dauernd in der Ausübung seiner Aufgaben behindert sieht.
Im zweiten Akt wechselt die Szenerie in die gutbürgerliche Schrumm’sche Wohnung, wo man nervös das Eintreffen des Grafen erwartet. Stattdessen kommt jedoch der Schorschi, der die bestellten Blumen abgeben möchte und damit ahnungslos und unfreiwillig gewaltige Missverständnisse auslöst. Die Dame des Hauses hofiert den „erlauchten“ Gast und hat ihr liebe Not mit der bockigen Tochter Bertl, während ihr Ehemann mit seinen väterlichen Ängsten sein ganzes Umfeld durcheinander bringt. Ein aufrechter Gendarm (Johann Voitenleitner) sorgt dann endlich für „Ordnung“. Die gesamte Gesellschaft findet sich schließlich auf der benachbarten Polizeiwache wieder. Dort versucht Kommissar Weinzierl (Jens Sevecke), tatkräftig unterstützt durch den Schutzmann Schöberl (Michael Brandlmeier), mit kriminalistischem Scharfsinn die Wahrheit zu ergründen. Ob die Aufklärung gelingt und die richtigen Herzen zueinander finden wird aber noch nicht verraten.
Die Theatergruppe des Heimat- und Volkstrachten Erhaltungsvereins „Dö zünftigen Vilstaler“ möchte den Besuchern nicht nur viel Freude mit dem kurzweiligen Stück bieten. Auch die künstlerische Gestaltung des Bühnenbildes und die orginal nachempfundenen Kostüme sollen die Theaterliebhaber zufrieden stellen. Für die passende Maske sorgt wie bereits in den vergangenen Jahren Sepp Neuerer. Ins rechte Licht wird alles von Franz und Helmut Scheubeck, die für Beleuchtung und Technik zuständig sind. Wie immer übernimmt Gerhard Tabatschek die verantwortungsvolle Aufgabe im unbequemen Souffleurkasten. Mit entscheidend ist auch Spielleiter Ingo Deutinger. Er formt mit harter Probenarbeit und feinem Gespür seine Schauspieler und das Stück zu einer Einheit.
Karten für die Vorstellungen am Freitag, 23. März, Samstag 24. März, Freitag, 30. März, Palmsamstag, 31. März und Palmsonntag, 1. April gibt es im Gasthof Stadler oder telefonisch unter 08706/281. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr.